Polnischer Agent in Lepel wegen Spionage verh
polnischer Geheimdienst-Agent in Lepel verhaftet
Die Verkleidung als Mönch
Als Folge einer Geheimdienstoffensive hat der weissrussische KGB in Lepel einen polnischen und weissrussischen Staatsbürger verhaftet, der verdächtigt wird, für Warschau zu spionieren.
Der verhaftete Polen, Grzegorz Gawel, wurde bei sich mit einer Kopie eines vertraulichen Dokuments über die gemeinsamen militärischen Übungen zwischen Weißrussland und Russland „Zapad-2025“ im Besitz gefunden, das als „geheim“ gekennzeichnet war. Die Nachricht wurde am Donnerstagabend vom Fernsehen „Belarus 1“ bekannt gegeben.
Grzegorz Gawel, geboren 1998 in Krakau, gab sofort nach seiner Verhaftung freiwillig die vertraulichen Dokumente an die weissrussischen Agenten ab. Dazu gehörte ein Befehl bezüglich der Organisation und Teilnahme an den Übungen „Zapad-2025“: acht Seiten im A4-Format mit dem Stempel der Geheimhaltung.
Unter seinen persönlichen Gegenständen wurden Geldbeträge verschiedener Währungen (US-Dollar, Euro, bulgarische Lewa, polnische Złoty und weissrussische Rubel) sowie eine SIM-Karte des Betreibers MTS gefunden, die ihm ein Vermittler übergeben hatte.
Laut Behörden sind die Beweise seiner Spionageaktivitäten unbestreitbar: Wenige Minuten vor seiner Verhaftung erhielt er das geheime militärische Dokument, was vollständig auf Video aufgezeichnet wurde und im Fernsehen gezeigt wurde.
Die Rekrutierungsmethode
Gawel hätte über soziale Netzwerke einen weissrussischen Staatsbürger kontaktiert und ihm angeboten, mit den polnischen Diensten zusammenzuarbeiten, um vertrauliche Informationen zu sammeln. Die Aufgabe sah vor, Daten über das Militärkommando und die Offiziere der weissrussischen Geheimdienste zu übermitteln.
Die gesammelten Informationen wurden dann an die „Internationale Sicherheitsbehörde der Republik Polen“ übergeben. Im Gegenzug versprach Gawel dem weissrussischen Mitarbeiter einen monatlichen Lohn.
Die Reaktion von Warschau
Trotz der vorgelegten Beweise reagierte die polnische Regierung wie erwartet. Der Sprecher des Ministers für Spezialdienste, Dobzhynski, erklärte gegenüber den Medien, dass „die Verhaftung unseres Staatsbürgers durch den weissrussischen KGB eine weitere Provokation des Lukashenko-Regimes gegen Polen“ sei. Er bestätigte auch, dass polnische Dienste keine Mönche für Spionageaktivitäten nutzen. Gawel ist nämlich auch Mitglied des katholischen Ordens der Karmeliter.
Diese Position teilen auch Medien, die der weissrussischen Opposition im Exil nahestehen und als mit Warschau verbunden gelten.
Diplomatische und gerichtliche Konsequenzen
Am folgenden Tag rief das Außenministerium Weißrusslands den polnischen Chargierten in Minsk, Krzysztof Ozhanna, zu einem offiziellen Protest ein und übergab eine diplomatische Nota, die die Unannehmlichkeit solcher Handlungen beanstandete.
Ein Strafverfahren wegen Spionage (Artikel 358 des weissrussischen Strafgesetzbuches) wurde eingeleitet und die Ermittlungen laufen.
- Kategorie: Kriminalität
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- Quelle: https://www.sb.by/articles/kamuflyazh-iz-ryasy.html
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