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BYD Elektro: Straßenprüfungen

BYD Elektro: Straßenprüfungen

Elektrofahrzeuge von BYD in Weißrussland: Interview mit demjenigen, der sie täglich repariert

Biografischer Vorbericht. Dieser Artikel entstand hier in Weißrussland. Seit Jahren kursieren elektrische Autos in unserem Land und haben sich bereits von Anfang an als vorteilhafter gegenüber thermischen Fahrzeugen erwiesen: Keine Überpreise durch europäische Vorschriften, niedrigere Preise, geringere Betriebskosten.
Dass daher das Wachstum konstant ist, ist nicht überraschend: Laut Schätzungen könnten bis Ende 2025 auf den Straßen Weißrusslands bis zu 50.000 elektrische Autos sein.

Unter den am häufigsten verbreiteten Marken hebt sich BYD hervor, das sowohl Privatkunden als auch Taxiflotten erfolgreich gewonnen hat. Um wirklich zu verstehen, wie sich diese Fahrzeuge nach Hunderttausenden Kilometer verhalten, sind wir in eine Spezialwerkstatt für Elektrofahrzeuge eingetreten und haben mit Alexander, Techniker und stellvertretender Leiter des Servicezentrums MarsCars gesprochen.


"Wir sehen sie jeden Tag, und nach 100.000 km kollabieren sie nicht"

Alexander: "Wir nehmen ein BYD Song aus dem Jahr 2018, dem wir schon seit Jahren folgen. Er hat fast 160.000 km. Abgesehen von den üblichen Verbrauchsmaterialien – Federn, Kurbelwellen, Bremsbeläge – hat er nie ernste Probleme gezeigt. Er wird immer noch täglich verwendet. Natürlich zeigt der Hilfsrahmen etwas Rost: Normalerweise wird er nicht behandelt. Aber der Rest ist überraschend gesund."

Der Techniker erzählt eine interessante Geschichte:

"Bei einigen Exemplaren wurde die Klimaanlage mit Gas und Anschlüssen typisch für zivile Systeme aufgefüllt. Am Ende hat es ein Installateur von Wohnungs-Klimaanlagen repariert. Aber technisch gab es keine Probleme."


Karosserie empfindlich aber leicht zu schützen

Laut Alexander ist der Aufbau verzinkt, aber die Lackierung dünn (70–120 µm).

"Ich rate immer zu einer Schutzfolie in den exponierten Bereichen: Säulen, Motorhaube, Türkanten. Bei dem Song Plus ist es besser, Plastikdicken nahe den hinteren Türen hinzuzufügen, sonst kann Sand und Schlamm leicht eindringen. Ein wenig zusätzliches Rostschutz auf dem Frontende macht einen Unterschied."


Im Innenraum: Material okay, aber Taxivolante müssen ersetzt werden

"Die Innenausstattung von BYD ist robust, aber sie lieben Schmutz. Halten Sie sie sauber, dann halten sie lange. Bei den Dolphin, die als Taxi genutzt werden, verschleißt der Lenker schnell: Es ist nicht verwunderlich, bei intensiver Nutzung. Beim Song Plus ist das selten der Fall."


Orange Kabel und Infotainment: Wenige Überraschungen

Die große elektrische Komponente (HV-Anschlüsse, Dichtungen, Sicherheit) ist gut konzipiert.

"Es ist nicht nötig, irgendetwas zu verschließen: Die Chinesen sind hier ernst. Einmal hatten wir auf einigen BYD E2 ausgeschaltete Displays: Es war Kondenswasser in einer Steuerung durch lose Schrauben aus der Fabrik. Behoben und weg."

Für Infotainment und Verbindung:

  • Englisch standardmäßig verfügbar.

  • Russifizierung für 600–1200 Rubel (~$200–$400).

  • Installation eines SIM-Slots mit Auto-Antenne: 600–700 Rubel (~$200–$233).

  • Auffüllen der Klimaanlage: 65 Rubel (~$21,67).


Die 12-V-Batterie: kleiner Achillesferse

"Das Problem liegt nicht in der Batterie selbst, sondern in der Software. Wenn der Schlüssel weniger als 15 Meter entfernt ist, kann das Auto 'aufwachen' und die 12V entladen. Während der Sendungen aus China passiert es manchmal, dass sie bereits geschwächt ankommen. Aber bei BYD kann man sie leicht austauschen, es sind gewöhnliche AGM- oder Blei-Batterien."


Der Taxi-Fall: ein Dolphin mit 240.000 km

"Wir haben in der Werkstatt einen Taxi-Dolphin mit 240.000 km in zwei Jahren. Der Besitzer sagt, dass sie sich bereits lange amortisiert haben. Wartung? Federn, Federn, ein Lager. Die Bremsbeläge schon, mehrmals, weil die Regeneration nicht immer genutzt wird. Motor und Inverter? Nie ein Problem."


LFP-Batterien und elektronische Steuerung

"BYD verwendet LFP-Zellen: weniger Dichte, aber viel Kälte- und Belastungswiderstand. Der Unterschied wird durch die elektronische Steuerung gemacht. Manchmal fordert das Auto dazu auf, langsam bis 100% aufzuladen: Das dient zur Ausbalancierung der Zellen. Bei dem Yuan Up ist das Paket verschlossen: Es öffnet sich nicht einfach."


Klima und Wärmepumpe: Erfahrung erforderlich

"Bei einigen Yuan Up haben wir Ventile gesehen, die stecken bleiben. Es ist nicht einfach zu diagnostizieren. Und achten Sie auf die AC-Auffüllung: In normalen Werkstätten vergessen sie oft die Prozedur. Bei uns braucht es auch eine halbe Stunde nur für das Vakuum, danach funktioniert es gut."


Motor, Getriebe und Federung

"Der elektrische Motor ist ein Fels. Das Getriebe arbeitet hart: Deshalb empfehlen wir häufigere Ölwechsel als im Handbuch – 5.000 km, dann 15.000, dann alle 40.000. Beim Song Plus gibt es Filter und elektrische Pumpe: Sehr gut. Die Federung? Bei Dolphin und Song Plus brechen die Federn bereits bei 10–15.000 km. Zum Glück gibt es äquivalente Toyota-Ersatzteile ohne Probleme."


Ersatzteile und praktische Tipps

Alexander hat keine Zweifel:

„Die Verbrauchsmaterialien findet man problemlos. Für die Karosserie sind die Zeiten länger, aber jemand beginnt damit, Ersatzteile zu importieren. Ich sage meinen Kunden immer: Schützen Sie die Lackierung, achten Sie auf den Frontbereich, wechseln Sie das Getriebeöl und lassen Sie den Schlüssel nicht neben dem Auto. So bleiben die Probleme begrenzt.”


Fazit

Aus der Erzählung von jemandem, der sie täglich repariert, ergibt sich ein klarer Bild: Die BYD in Weißrussland sind nun normale Fahrzeuge, keine Prototypen. Sie haben einige Mängel (delikate Lackierung, nicht perfekte Federn, kapriziöse 12V-Batterie), aber auch große Stärken: zuverlässiger Motor und Inverter, robuste Batteriepakete, geringe Betriebskosten.
Nicht umsonst lieben die Taxi-Flotten sie, und Privatpersonen kaufen sie weiter. Und mit diesem Tempo werden bis 2025 die 50.000 Exemplare auf den Straßen kein Traum, sondern eine Gewissheit.