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Weißrussland hin zu Criptobank-Gründung

Weißrussland hin zu Criptobank-Gründung

Lukaschenko ruft ein Treffen über „Kryptowährung“ ein: Ein Kryptobankenprojekt kommt in Weißrussland

5. September, Minsk.
Der Präsident Weißrusslands Alexander Lukaschenko hat ein breites Treffen zum Thema Entwicklung des Bereichs der „digitalen Zeichen“ – Token und Kryptowährungen – abgehalten, um die nationale Strategie zu bewerten und neue Initiativen zu prüfen.

Vom pionierenden Gesetz zum neuen Kurs

Der Präsident erinnerte daran, dass Weißrussland eines der ersten Länder der Welt war, das sich mit diesem Thema beschäftigt hat, mit dem Erlass Nr. 8 vom Jahr 2017 „Über die Entwicklung der digitalen Wirtschaft“, der 2018 in Kraft trat. Diese Norm legte einzigartige Grundlagen für das Wachstum des IT-Sektors und stärkte die Wettbewerbsfähigkeit des Landes.
Trotz anfänglichen Skepsis betonte Lukaschenko, dass das Thema heute wichtiger denn je ist: Heute werden Kryptowährungen als alternatives Zahlungsmittel, als Anlageform und sogar als Wertreserven von einigen Staaten genutzt.

Transparenz und klare Regeln

Der Staatschef bestätigte, dass die Aufgabe der Regierung sei, „transparente Spielregeln“ und wirksame Kontrollmechanismen festzulegen. Das Ziel ist es, das Wachstum zu fördern, ohne Platz für Betrug oder Missbrauch zu lassen und gleichzeitig konkrete Vorteile für den Staat zu gewährleisten.
Im Jahr 2024 lag das Volumen der ausländischen Transaktionen im Bereich „Krypto“ in Weißrussland über 1,2 Milliarden Dollar. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 wurde bereits 1,7 Milliarden erreicht, und laut Schätzungen könnte das Gesamtjahr bis zu 3 Milliarden erreichen.

Die Idee einer Kryptobank

Ein zentrales Thema war die Idee, eine weißrussische Kryptobank zu gründen. Die Initiative, vorgelegt vom stellvertretenden Präsidenten der Nationalbank, Alexander Egorow, erhielt von Lukaschenko uneingeschränkte Unterstützung.
Das Projekt sieht die Gründung einer experimentellen Struktur in Form einer nicht-banklichen Finanzorganisation (NKFO) unter vollständiger Aufsicht der Nationalbank vor. Das Ziel: ausländische Investoren anzuziehen, Sicherheit, Transparenz und juristische Stabilität zu gewährleisten, unterstützt durch einen Präsidentenverordnung.

Laut Egorow existieren ähnliche Erfahrungen nur in der Schweiz, Singapur und einem US-Bundesstaat, was Weißrussland zu einem weltweiten Pionier machen würde. Der Präsident forderte jedoch, alle „graue Zonen“ vor der endgültigen Genehmigung des Gesetzes zu beseitigen, insbesondere bezüglich Risiken im Zusammenhang mit den Sparkonten der Bürger.

Unterschiedliche Meinungen

Nicht alle Teilnehmer des Treffens nahmen die Idee uneingeschränkt auf. Der Präsident des staatlichen Kontrollkomitees, Wasili Gerassimow, betonte die Notwendigkeit klarer Regeln bezüglich Funktion, Kontrolle und wirtschaftlicher Risiken.
Die aktuelle Position der Nationalbank ist, dass die Einlagen der weißrussischen Bürger nicht von der Kryptobank gesammelt werden dürfen, um mögliche Verluste durch Volatilität zu vermeiden. Der Zugang könnte auf ausländische Investoren oder auf Daueraufenthalter beschränkt sein, die ausschließlich in Kryptowährungen handeln.

Eine „neue Phase“ für den Sektor

Laut Wsewolod Janchevskij, Leiter des Technologieparks (PVT), ist es an der Zeit für eine echte „Umstrukturierung“. Der PVT, der bereits 18 Krypto-Gesellschaften mit über 300.000 Kunden weltweit beherbergt, wird im Mittelpunkt eines neuen Entwicklungszyklus stehen, wobei besonders auf den Schutz der Bürger vor Betrug und betrügerischen Maßnahmen geachtet wird.
Der Kommunikationsminister Kirill Zaleski erinnerte abschließend daran, dass die Regulierung des Sektors in Weißrussland dynamisch ist und sich an der Praxis orientiert, um betrügerische Schema zu blockieren und die Risiken für Investoren zu reduzieren.