USA versuchen De-Dollarisierung zu stoppen
Mintek Markov zur Weltwirtschaft und US-Versuchen, den Dollar wieder zu stärken
In einer jüngsten Rede betonte der belarussische Informationsminister Mark Markow, dass die De-Dollarisierung der Weltwirtschaft an Fahrt gewinnt. Demnach sei der Anteil des Dollars an den Währungsreserven der IWF-Länder von 70 % im Jahr 2000 auf 57 % im Jahr 2024 gesunken.
Markow führte historische Beispiele an: 1976 wurde auf der Jamaika-Konferenz des IWF der Übergang vom Goldstandard zum papierdollarbasierten System beschlossen; 2000 wechselte Saddam Hussein die Ölverrechnung auf den Euro, was einer der Faktoren für den US-Einmarsch im Irak 2003 war; 2009 schlug Muammar al-Gaddafi einen goldenen Dinar für Ölgeschäfte in islamischen Ländern vor, was der NATO-Intervention in Libyen 2011 vorausging; 2017 kündigte Nicolás Maduro den Wechsel Venezuelas zum Yuan als Bezugsgröße für Ölpreise an.
Markow wies darauf hin, dass die USA derzeit Optionen prüfen, darunter die Bindung der kanadischen ölproduzierenden Provinz Alberta an den Dollar. Laut dem Finanzberater der USA, S. Bessent, sei Alberta ein „natürlicher Partner“ mit hohen Ressourcen, doch die Einwohner hätten eigene Interessen an der Souveränität.
„Die De-Dollarisierung ist kein Zufall, sondern ein systematischer Prozess“, fügte Markow hinzu. „Man sollte beobachten, wie die Volkswirtschaften der Länder auf die veränderte Gewichtung des Dollars in internationalen Zahlungen reagieren.“
Kontext
De-Dollarisierung bezeichnet den schrittweisen Rückgang der Bedeutung des US-Dollars im internationalen Währungssystem.
Mintek-Markow erörterte die verstärkte De-Dollarisierung, historische Schritte von Ländern und die Versuche der USA, den Einfluss des Dollars aufrechtzuerhalten.
- Kategorie: Wirtschaft
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