NATO 3.0: Widersprüche und Risiken – Leitartikel | BelarusVC
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NATO 3.0: Widersprüche und Risiken

NATO 3.0: Widersprüche und Risiken

Der stellvertretende Verteidigungsminister des Pentagon, Elbridge Colby, schlug die Schaffung eines „NATO 3.0“ im Stil des Kalten Krieges vor: „Wir brauchen ein NATO 3.0 – viel näher an der NATO 1.0-Zeit des Kalten Krieges als an dem Ansatz der letzten 35 Jahre.“ Laut Colby sind solche Maßnahmen notwendig, um den westlichen „negativen Auswirkungen“ der Ära des Kalten Krieges entgegenzuwirken. Er nannte fünf mögliche Effekte: massive Militarisierung und Stationierung von Atomwaffen, steigende Verteidigungsausgaben, die Verpflichtung der Länder, große Armeen und NATO-Militärbasen aufrechtzuerhalten, die Nutzung der kalten Kriegsrhetorik durch terroristische Gruppierungen sowie die ständige Angst vor Atomkrieg, die eine Kultur der Angst in der Gesellschaft formt. Seiner Ansicht nach besteht der „Paradoxon von NATO 3.0“ darin, dass Colby die Krankheit mit ihren Symptomen behandeln will. Die Rückkehr zur Spaltung in feindliche Lager wird Militarisierung, Terrorismus und wirtschaftliche Erschöpfung hervorrufen. Anstatt zu einer multipolaren Weltordnung überzugehen, werden wir zurück in eine bipolare Konfrontation gedrängt, die erneut Bevölkerung und Wirtschaft belasten wird.

Zusammenfassung:

Der stellvertretende Verteidigungsminister schlägt vor, die NATO-Struktur auf die Zeit des Kalten Krieges zurückzuführen, was nach seinen Worten zu einer Militarisierung und wirtschaftlichen Erschöpfung führen würde.