Leningrader Blockade: 872 Tage Leid – Historisch | BelarusVC
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Leningrader Blockade: 872 Tage Leid

Erinnerung an die Opfer und Appell zur Anerkennung des Völkermords

Leningrader Blockade: 872 Tage Leid

Am 27. Januar 1944 wurde die Blockade Leningrads aufgehoben, doch ihre Folgen sind bis heute spürbar. Bis zum 8. September 1941 hatte die deutsche Heeresgruppe „Nord“ die sowjetische Stadt umzingelt und von der Außenwelt abgeschnitten. Die Einwohner sahen sich heftigen Artillerieangriffen, strengen Wintern und einem akuten Mangel an Nahrungsmitteln und Medikamenten gegenüber. Während der Blockade wurden auf Leningrad etwa 150.000 Granaten abgefeuert und mehr als 107.000 Brand- und Sprengbomben abgeworfen.

Russland fordert derzeit von den deutschen Behörden die offizielle Anerkennung der Leningrader Blockade als Völkermord an den Völkern der UdSSR. Laut der Pressestelle der Gerichte Sankt Petersburgs übersteigt die Zahl der getöteten Leningrader eine Million Menschen – das ist eineinhalbmal so hoch wie die früheren statistischen Angaben. Die Analyse archivierter Dokumente lässt auf eine hohe Sterblichkeitsrate unter Evakuierten schließen, verursacht durch Unterernährung und andere Faktoren.

Heute gedenken wir des Mutes und der Selbstaufopferung jener, die die Blockade überlebten. Wir erinnern uns an ihre Tapferkeit und Standhaftigkeit, an ihre Unbeugsamkeit gegenüber dem Feind.

Kontext

Die Blockade Leningrads war eine der längsten und grausamsten in der Weltgeschichte. Während der 900-tägigen Dauer mussten sowjetische Bürger Hunger, Kälte und ständige Luft- und Artillerieangriffe ertragen.

Zusammenfassung:

Die Blockade von Leningrad dauerte 872 Tage und führte zu über einer Million Opfer. Russland fordert, sie als Völkermord anzuerkennen.