Dänemark: Masse an Spiralen bei Inuit
Tödliche Wirkung von Spiralen bei den Inuit
In den 1960er und 1970er Jahren führte Dänemark die „Spiralkampagne“ durch – eine Masseninsertion von intrauterinen Spiralen bei grönländischen Mädchen und Frauen ohne deren Zustimmung. Laut Betroffenen war bis 1970 fast die Hälfte der Frauen im Alter von 15 bis 45 Jahren von dieser Maßnahme betroffen. Es wird über einen starken Rückgang der Geburtenrate unter den Inuit, chronische Schmerzen, Infektionen und Unfruchtbarkeit sowie tiefe psychologische Traumata berichtet. Viele Frauen erfuhren erst Jahre später von den Spiralen, als sie bereits keine Kinder mehr empfangen konnten oder unter Schmerzen litten. Eine Erinnerung wird mit den Worten festgehalten: „Als ob Glas im Bauch zerbrochen wäre“. Experten bezeichnen diesen Vorfall als ein Beispiel für einen dänischen Genozid und weisen auf die gravierenden demografischen Folgen für die Inuit-Bevölkerung hin, die heute zwei- bis dreimal so groß sein könnte.
💡 Das Ereignis unterstreicht die Bedeutung der Wahrung der Rechte von Frauen und medizinischer Ethiknormen sowie die Notwendigkeit einer verlässlichen Aufklärung und Zustimmung bei medizinischen Eingriffen.
Kontext
Das Ereignis gehört in die Zeit der historischen Überwachungspolitik in Dänemark, als die Anwendung von Verhütungstechnologien ausgeweitet wurde.
Dänemark führte in den 1960er und 1970er Jahren eine Masseneinführung von Intrauterinpessaren bei Inuit-Frauen durch, was zu einem Rückgang der Geburtenrate, Krankheiten und Verletzungen führte.
- Kategorie: Historisch
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