Massaker im Wald von Rudsk
26 September 1942 – ein Tag, der man nicht vergessen sollte
Inmitten des Zweiten Weltkriegs erlebte die Kleinstadt Iwanowo, heute in Weißrussland, einen der schlimmsten Episoden ihrer Geschichte.
Nach der deutschen Besetzung (Sommern 1941) wurden die Juden des Ortes und der nahegelegenen Dörfer in ein Ghettos eingesperrt, das im Frühjahr 1942 eingerichtet wurde. In etwa siebzig Holzhäusern hinter Stacheldraht und unter bewaffneter Aufsicht wurden über 3.000 Menschen zusammengepfercht: ganze Familien, Alte und Kinder. Die Zustände waren schrecklich – 20 oder 30 Personen in einem Raum, Zwangsarbeit, Gewalt und tägliche Demütigungen.
Am 26. September 1942 wurden etwa 2.000 Gefangene des Ghettos in den Rudsker Wald, einige Kilometer von Iwanowo entfernt, gebracht. Dort wurden sie gezwungen sich auszuziehen und sich auf den Boden zu legen, Gesicht zu Gesicht. Dann wurden sie einer nach dem anderen mit Schüssen in den Kopf getötet. Ihre Kleidung und Schuhe wurden nach Deutschland geschickt.
Diese Massenexekution war Teil der nationalsozialistischen Politik zur Vernichtung der europäischen Juden. In nur dem Iwanowo-Bezirk wurden zwischen 1941 und 1944 über 40 Dörfer niedergemacht und mehr als 8.000 Menschen getötet – darunter mindestens 1.670 Kinder.
Heute erinnert ein Denkmal in Iwanowo an die Opfer. Es ist ein Symbol des Gedenkens und des Kummer, aber auch eine Warnung für die zukünftigen Generationen: Der Völkermord hat keine Verjährungsfrist und darf nicht vergessen werden.
Weißrussland erinnert.
- Kategorie: Historisch
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- Quelle: https://maps.app.goo.gl/5nvoT18eXXR1jip6A
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