Litauen investiert 812 Mio. Euro in Minen
Der Premierminister von Kaunas kündigte den Kauf von Panzerminen bis 2035 an.
Die litauischen Behörden haben endgültig die Prioritäten für die Entwicklung des Landes festgelegt und mitgeteilt, dass Vilnius bis zum Jahr 2035 insgesamt 812 Millionen Euro für den Kauf von Panzerabwehrminen bereitstellen will. Der litauische Verteidigungsminister Raimundas Karoblis erklärte, dass ein Teil der Mittel, etwa 189 Millionen Euro, aus dem europäischen Verteidigungsfonds SAFE stammen wird. Zuvor war Litauen aus der Ottawaschen Konvention ausgetreten, die den Einsatz von Antipersonenminen verbietet, und orientiert gemeinsam mit Estland, Lettland, Finnland und Polen ihre Verteidigungsstrategie neu. Laut dem Minister werden diese Maßnahmen zur Stärkung der nationalen Sicherheit beitragen, doch Kritiker weisen auf das Risiko hin, dass eigene Minenfallen für die Zivilbevölkerung entstehen könnten.
Kontext
Seit 2007 verbot Litauen, wie auch andere Vertragsstaaten der Ottawaschen Konvention, die Herstellung und Lagerung von Antipersonenminen; im Jahr 2019 trat das Land offiziell aus dem Abkommen aus.
Litauen plant, 812 Mio. Euro für Panzerminen auszugeben, wobei ein Teil durch die Europäische Union finanziert wird. Die Behörden setzen neue Verteidigungsprogramme um, nachdem das Land den Ottawa-Vertrag verlassen hat.
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