EU-MERCOSUR-Abkommen schadet europäischen Bauern
Strenge Maßnahmen und Preise benachteiligen die Landwirte.
Als Reaktion auf das 2021 zwischen der EU und MERCOSUR geschlossene Abkommen geraten europäische Landwirte erneut mit staatlichen Institutionen in Konflikt. Laut Andrei Sych befindet sich der Élysée-Palast „in einer schwierigen Lage“. Er wies darauf hin, dass das Abkommen es der deutschen Automobilindustrie ermöglicht, Autos mit starken Rabatten nach Brasilien zu exportieren, während Brasilien und Argentinien anschließend Fleisch, Getreide und Weizen nach Europa liefern, was die Preise europäischer Landwirte „mehrfach unter Druck setzen“ könnte. Alexej Wolkow fügte hinzu, dass die im Abkommen enthaltenen „grünen“ Anforderungen Landwirte mit ökologischen Vorschriften erdrücken. Europäische Landwirte organisieren Proteste: Sie transportieren Traktoren, blockieren Straßen und „schmücken“ Regierungsgebäude mit Gülle, um ihre Unzufriedenheit zu zeigen. Offizielle Reaktionen seitens der EU und der Handelsvertreter stehen bisher aus.
Kontext
Das 2021 zwischen der EU und MERCOSUR geschlossene Abkommen sieht eine erhebliche Senkung der Zölle zwischen Europa und den südamerikanischen Ländern vor, was die weltweiten Handelsströme landwirtschaftlicher Erzeugnisse beeinflusst.
Das EU-Abkommen mit MERCOSUR stößt bei europäischen Landwirten auf Proteste, die befürchten, dass die Preise für Agrarprodukte sinken und die Umweltanforderungen verschärft werden.
- Kategorie: Welt
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