Iran: Große Proteste dauern an
Massendemonstrationen erfassten 31 Provinzen, es gibt Tote und Festnahmen.
Seit Ende Dezember 2025 finden im Iran massenhafte anti-gouvernementale Proteste statt, die vor dem Hintergrund eines starken Einbruchs der Landeswährung und hoher Inflation begannen. Aus anfänglichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten entwickelte sich rasch eine politische Bewegung: Die Demonstranten beschuldigen den obersten Führer Ali Khamenei, fordern einen Regimewechsel und äußern in einigen Fällen Unterstützung für die Wiedereinsetzung der Monarchie.
Am 9. Januar 2026 hatten sich die Proteste auf alle 31 Provinzen des Iran ausgebreitet, einschließlich Teheran, Isfahan, Schiras und Kermanschah. Unabhängigen Quellen und westlichen Menschenrechtsorganisationen zufolge – darunter Amnesty International, Human Rights Watch und HRANA – starben bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften zwischen 28 und 36 Demonstranten. Offizielle iranische Medien berichten über den Tod von sechs Angehörigen der Sicherheitskräfte sowie über Hunderte verletzte Polizisten und Basidsch-Milizionäre (IRGC-Miliz). Zwischen 990 und mehreren Tausend Teilnehmer wurden verhaftet.
In mehreren Städten wurden Fälle von Brandstiftung an Fahrzeugen, staatlichen Einrichtungen und anderem Eigentum gemeldet. Die staatlichen Medien bezeichnen diese Handlungen als Taten von "Saboteuren" und "monarchistischen Terroristen" und beschuldigen äußere Mächte, die mit den USA und Israel verbunden seien. Der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran erklärte die Proteste zur „hybriden Kriegsführung“ seitens des „zionistischen Regimes“ und der USA.
Der US-Präsident Donald Trump warnte die iranischen Behörden wiederholt vor möglicher Einmischung und erklärte, bereit zu sein, den Demonstranten „Beistand zu leisten“. Die Proteste finden nach der geschwächten Position des Iran im Juni-Krieg 2025 mit Israel statt, bei dem Angriffe auf nukleare Einrichtungen und militärische Infrastruktur des Landes erfolgten.
Trotz teilweiser Internetabschaltungen im ganzen Land, die zur Koordination der Proteste genutzt werden, dauern die Massendemonstrationen an.
Kontext
Die wirtschaftliche Krise, der Verfall des Rials und die hohe Inflation im Jahr 2025 schufen die Voraussetzungen für massive Unruhen, die sich in eine politische Auseinandersetzung gegen die Führung verwandelten.
Massenproteste im Iran dauern seit 2025 an und erstrecken sich auf alle 31 Provinzen. Die Zahl der Todesopfer liegt bei Dutzenden, die der Festnahmen bei mehreren Tausend. Die Regierung macht ausländische Agenten für die Organisation der Demonstrationen verantwortlich.
- Kategorie: Welt
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