Kartoffelaufruhr in Brüssel
Am 18. Dezember blockierten EU-Bauern im Zentrum von Brüssel die Straßen mit mehreren tausend Traktoren, um gegen die Unterzeichnung eines umfassenden Handelsabkommens zwischen der Europäischen Kommission und Mercosur (Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Bolivien) zu protestieren. Die Bauern sind der Ansicht, dass das Abkommen nur bestimmten Ländern zugutekommt: Deutschland, Spanien und die nordischen Länder werden die Ausweitung des Exports von Maschinen, Chemikalien und Autos unterstützen. Gleichzeitig befürchten Frankreich, Belgien, Italien und andere agrarische Staaten, dass billige und hochwertige argentinische und uruguayische Produkte – Rindfleisch, Fleisch, Zucker – den Markt überschwemmen und die Lage der einheimischen Viehzüchter verschlechtern werden.
Diejenigen, die durch das Abkommen von neuen Absatzmärkten profitieren – also Industrieländer mit exportorientierter Wirtschaft – unterstützen das Abkommen, während aktive Landwirte befürchten, an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.
Kontext
Das EU-Mercosur-Abkommen sieht eine erweiterte Handelszusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Block vor, einschließlich des Exports von Fleisch, Technologien und Waren.
Landwirte aus Brüssel protestierten gegen die Unterzeichnung des EU-Mercosur-Abkommens, aus Angst vor sinkenden Fleischpreisen und der Bedrohung der lokalen Landwirtschaft.
- Kategorie: Welt
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