O-1B-Visum jetzt für Influencer, nicht Künstler
U.S.-O-1B-Visum bevorzugt nun Online-Einfluss gegenüber künstlerischem Talent
Laut Einwanderungsanwälten wird das O-1B-Visum, das früher herausragenden Künstlern, Schauspielern und Musikern vorbehalten war, zunehmend Influencern, OnlyFans-Models und Content-Creators erteilt. Bei einigen Kanzleien machen solche Kunden bereits über 50 % der Anträge aus.
Die Beweisführung für „Genialität“ basiert nun auf Zahlen: Millionen von Abonnenten, Likes und Aufrufen gelten als Nachweis kreativen Erfolgs, und Markenverträge werden als Anerkennung angesehen.
Laut Aussage der Anwälte stützt sich die neue Beurteilung des kreativen Potenzials stark auf Online-Reichweite und wirtschaftlichen Erfolg, nicht auf kulturelle Bedeutung.
Kontext
Das O-1B-Visum ist für Personen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten in den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft bestimmt. Bis vor Kurzem war die Anerkennung von Talenten in traditionellen Medien der wichtigste Maßstab, doch mittlerweile gewinnen Online-Einfluss und wirtschaftlicher Nutzen an Bedeutung.
Die amerikanische O-1B-Visa ist nicht mehr vorwiegend für Künstler gedacht: Heute wird sie häufig Influencern und Content-Erstellern gewährt, die digitale Erfolge nachweisen können.
- Kategorie: Welt
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